Obst-Info Franken
Kern- und Steinobst Nr. 7 vom 09.03.2026
*Unsere Hinweise erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Obstinformationszentrum Hiltpoltstein. In sehr späten Lagen Frankens werden die unten beschriebenen Entwicklungen/Ereignisse ggf. erst in 1 bis 2 Wochen erreicht.
Erste Apfelsorten haben bereits das Mausohrstadium erreicht (BBCH 54). Kirschen und Zwetschgen befinden sich im Stadium des Knospenaufbruchs (BBCH 53). Im Vergleich zum Vorjahr sind wir etwa 8 Tage voraus.
Das sonnige und trockene Wetter bleibt uns auch heute und morgen noch weitgehend erhalten. Die Temperaturen erreichen dabei Werte bis 19 °C. Ab Mittwoch wird es etwas wechselhafter und kühler. Große Regenmengen sind aber nicht gemeldet.
Kernobst
Mittel:
- Minecto One (0,0625 kg). Kein Einsatz in WSG.
- Spruzit Neu (2,3 l)
Vor den nächsten Niederschlägen empfehlen wir eine erste fungizide Maßnahme mit einem Kupferpräparat wie z.B. Fuguran Progress (0,6 kg) plus einem Netzschwefelpräparat wie z.B. Kumulus WG (1,5 kg).
Dies bietet Schutz vor Infektionen durch Schorf und anderen pilzlichen Krankheitserregern.
Alternativ Einsatz von Belagsfungiziden wie z.B. Delan WG (0,25 kg).
Eine Kombination mit der Blütenstecherbehandlung ist grundsätzlich möglich. Bei Verwendung von Spruzit allerdings keinen Netzschwefel zumischen
Steinobst
Die Stammmütter der Kleinen Pflaumenlaus können jetzt bei Kontrollen gefunden werden. Eine Bekämpfung des Schädlings empfiehlt sich grundsätzlich bereits vor der Blüte. Hierfür sollten wärmere Tage genutzt werden.
Empfohlenes Mittel: Teppeki (0,07 kg).
Die Maßnahme kann mit einer Austriebsbehandlung gegen Rindenkrankheiten, Milben sowie Narren- und Taschenkrankheit kombiniert werden.
Mittel: z.B. Fuguran Progress (1 kg) + Kumulus WG (1,5 kg)
Bei Befall durch die Gemeine Napfschildlaus sind zum Austrieb auch Mischungen mit Mineralölpräparaten wie z.B. Promanal HP (10 l) möglich.
Mischungen von Mineralöl und Netzschwefel werden von uns nicht empfohlen.
An Kirschen tritt vereinzelt die San-Jose-Schildlaus auf. Wo nach Kontrollen Befall festzustellen ist, empfehlen wir ebenfalls eine Austriebsbehandlung mit einem Mineralölpräparat wie z.B. Promanal HP (10 l).
Soweit nicht anders erwähnt, beziehen sich die genannten Mittelmengen auf l bzw. kg pro ha und 1 m Kronenhöhe
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