20. Mai 2026
Aktuelle Pflanzenbauhinweise im Landkreis Kitzingen

Unsere regionale Anlaufberatung für den Pflanzenbau gibt Ihnen regelmäßig aktuelle Hinweise für das Anbaugebiet rund um Kitzingen.

Krankheitsmonitoring Getreide:

Beim Weizen ist das letzte Blatt voll entwickelt. Weit entwickelte Bestände beginnen mit dem Ährenschieben. Witterungsbedingt steigt der Krankheitsdruck bei Septoria tritici langsam an. Auf ersten Standorten wird die Schadschwelle überschritten. Zum Teil werden aber auch witterungsbedingte Stressflecken festgestellt. Diese sind nicht bekämpfbar. Der Krankheitsdruck steigt langsam an. In üppigen Beständen ist zum Teil Mehltau zu finden. Die Schadschwelle wird zumeist aber nicht erreicht. Durch die kühle Witterung der letzten Tage ist in anfälligen Sorten zusätzlich auf Gelbrost zu achten. Bei stärkeren Krankheitsdruck kann bereits eine Abschlussbehandlung mit einem bzw. einer Mischung leistungsstarker Fungizide erfolgen. Für eine lange Dauerwirkung gegen Roste ist der Einsatz von carboxamidhaltigen oder strobilurinhaltigen Mitteln in der Mischung zu empfehlen.

Bei der Sommergerste kommt das letzte Blatt. Die Bestände der Sorte Amidala sind weiter insgesamt gesund. In den Beständen ist überwiegend geringer Befall mit Netzflecken zu finden. Vereinzelt ist auch erster geringer Befall mit Zwergrost vorhanden. Schadschwellen werden aber bei weitem nicht erreicht. Bei weiter steigenden Temperaturen ist besonders auf Zwergrost zu achten. Mit einer Abschlussbehandlung kann noch gewartet werden.

Zikadenmonitoring:

Beim Monitoring zum Zuflug der Schilfglasflügelzikade wurde auf einem Standort im westlichen Landkreis Würzburg die erste Zikade gefangen. Auf allen anderen Standorten im Dienstgebiet konnte noch kein Zuflug nachgewiesen werden. Behandlungen sind erst nach dem Warndienstaufruf zulässig und sinnvoll.

Unkrautbekämpfung Mais:

Der Mais hat vielerorts 3 – 4 Blätter. Für eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit sollte frühzeitig eine Unkrautbekämpfung erfolgen. Bei frühem Einsatz und bei ausreichender Bodenfeuchte können Mischungen mit stärkerer Bodenwirkung gut eingesetzt werden. Bei den angekündigten trocken warmen Bedingungen für die nächsten Tage ist jedoch der Einsatz stärker blattaktiver Mittel bzw. Mischungen von Vorteil. Aufgrund rechtlicher Vorgaben ist der Einsatz von terbuthylazinhaltigen Mitteln für Flächen verboten, auf denen dieser Wirkstoff bereits in den letzten beiden Jahren eingesetzt wurde.
Beachten Sie immer die Anwendungsbestimmungen und Auflagen der jeweiligen Mittel.

Abschlussdüngung Weizen:

Im Weizen und Dinkel kann die Abschlussdüngung erfolgen. Beachten Sie hierbei die max. zulässige Stickstoffmenge nach Ihrer Düngebedarfsermittlung.

Die nächste Durchsage folgt bis Mitte nächster Woche.

Ansprechpartner

Thomas Karl
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