27. Mai 2026
Aktuelle Pflanzenbauhinweise im Landkreis Kitzingen

Unsere regionale Anlaufberatung für den Pflanzenbau gibt Ihnen regelmäßig aktuelle Hinweise für das Anbaugebiet rund um Kitzingen.

Zikadenmonitoring:

Beim Monitoring zum Zuflug der Schilfglasflügelzikade wurde auf vielen Standorten in nördlichen und westlichen Landkreis Würzburg sowie im Bereich Main-Spessart deutlicher Zuflug der Schilfglasflügelzikade festgestellt. Im südlichen Landkreis Würzburg wurde noch keine Zikade gefangen. Auch im Bereich vom Landkreis Kitzingen wurden zum Teil erste Zikadenfänge festgestellt. Für die Stadt und den Landkreis Würzburg sowie Main-Spessart erfolgt als Hot-Spot-Region damit der Warndienstaufruf zur Bekämpfung der Schilfglasflügelzikade. In kühleren Lagen oder im südlichen Landkreis Würzburg besteht aktuell keine Notwendigkeit unmittelbar zu behandeln. Auch für den Landkreis Kitzingen ist noch kein Warndienstaufruf erfolgt und damit eine Behandlung noch nicht zulässig. Witterungsbedingt dürfte weiterer Zuflug der Zikade erfolgen.

Krankheitsmonitoring Getreide:

Der Weizen ist im Ährenschieben. Weit entwickelte Bestände beginnen mit der Blüte. Witterungsbedingt ist der Krankheitsdruck verhalten. Auf einzelnen Standorten wird die Schadschwelle bei Septoria tritici überschritten. In üppigen Beständen oder Tallagen ist zum Teil Mehltau zu finden. Die Schadschwelle wird zumeist aber nicht erreicht. Durch vorangegangene kühle Witterung ist in anfälligen Sorten zusätzlich Gelbrost zu finden. Zum Teil wird aus der Praxis von ersten gelben Nestern berichtet. Auch erster Braunrostbefall wird auf einem Standort gefunden. Dieser kann sich bei hohen Temperaturen weiter ausbreiten. Bei entsprechenden Krankheitsdruck sollte eine Abschlussbehandlung mit einem bzw. einer Mischung leistungsstarker Fungizide erfolgen. Für eine lange Dauerwirkung gegen Roste ist der Einsatz von carboxamidhaltigen oder strobilurinhaltigen Mitteln in der Mischung zu empfehlen.
Die Sommergerste ist im Grannenspitzen. In den Beständen ist überwiegend Befall mit Netzflecken zu finden. Zum Teil wird die Schadschwelle überschritten. Vereinzelt ist auch geringer Befall mit Zwergrost vorhanden. Bei weiter steigenden Temperaturen ist auf Zwergrost zu achten. In unbehandelten Beständen kann in den nächsten Tagen eine Abschluss-behandlung durchgeführt werden. Zum Schutz vor Ramularia ist eine Mischung mit z. B. Folpan 500 SC mit einem weiteren Fungizid zu empfehlen.

Unkrautbekämpfung Mais:

Der Mais hat vielerorts 4 – 6 Blätter. Aufgrund der trocken warmen Bedingungen für die nächsten Tage ist der Einsatz stärker blattaktiver Mittel bzw. Mischungen von Vorteil. Schließen Sie die Behandlungen für normale Saattermine in den nächsten Tagen ab. Aufgrund rechtlicher Vorgaben ist der Einsatz von terbuthylazinhaltigen Mitteln für Flächen verboten, auf denen dieser Wirkstoff bereits in den letzten beiden Jahren eingesetzt wurde.
Beachten Sie immer die Anwendungsbestimmungen und Auflagen der jeweiligen Mittel.

Die nächste Durchsage folgt bis Mitte nächster Woche.

Ansprechpartner

Thomas Karl
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