8. April 2026
Aktuelle Pflanzenbauhinweise im Landkreis Kitzingen

Unsere regionale Anlaufberatung für den Pflanzenbau gibt Ihnen regelmäßig aktuelle Hinweise für das Anbaugebiet rund um Kitzingen.

Warndienst Rapsschädlinge

Der Raps ist kurz vor Beginn der Blüte. In frühen Beständen finden sich bereits erste Blüten. Der Zuflug vom Rapsglanzkäfer ist überwiegend schwach. Die Schadschwelle liegt bei 5 Käfer pro Hauptknospe in schlechten Beständen, bzw. bei bis über 10 Käfer pro Hauptknospe in guten Beständen. Im Monitoring werden die Schadschwellen bisher nicht überschritten. Vereinzelt wird von höheren Besätzen bei weit entwickelten Beständen berichtet. Bitte beachten Sie, dass der Besatz am Feldrand oft deutlich höher ist als in der Fläche. Mit Beginn der Blüte fällt die Schädigung durch den Rapsglanzkäfer weg.

Wachstumsreglereinsatz

Empfehlung im Weizen für normale Bestände: Bei den Sorten Asory, Ambientus, Akzent, LG Optimist, KWS Keitum und SU Shamal ca. 0,8 – 1,2 l CCC/ha. Bei den Sorten Axioma, KWS Emerick, Exsal, SU Jonte, SU Magnetron, KWS Mintum und Chevignon ca. 0,5 – 0,8 l CCC/ha.
Auf schwächeren Standorten sollten bei weiter trockenen Bedingungen die unteren Aufwandmengen gewählt werden. In üppigen Beständen oder bei ausreichender Wasserversorgung kann ab dem Schossen, bei warmer Witterung, alternativen wie z. B. Moddus, Countdown NT oder Prodax zum Einsatz kommen. Hier sind auch Mischungen mit CCC möglich. In Dinkel kann in langstrohigen Sorten CCC-haltige Mittel wie z. B. Manipulator eingesetzt werden. In Wintergerste sind ab Stadium 31/32 Wachstumsregler wie z. B. Moddus, Countdown NT, Fabulis oder Prodax zu empfehlen. In Roggen und Triticale kann ab dem Ein-Knoten-Stadium CCC mit ca. 1 l/ha auf besseren Standorten zur Halmstabilisierung eingesetzt werden.

Krankheitsmonitoring Getreide

Die Wintergerste ist im „Ein-Knoten-Stadium“. Nach der ersten Probenahme ist vor allem etwas Mehltau und bei anfälligeren Sorten stärkerer Netzfleckenbefall zu finden. Auf einem Standort wird die Schadschwelle bei Netzflecken erreicht. Aufgrund der kühlen Witterung der letzten Tage ohne nennenswerte Niederschläge muss jedoch nicht unmittelbar behandelt werden.

Unkrautbekämpfung Zuckerrüben

Die im März gesäten Zuckerrüben sind teilweise bereits aufgelaufen. Mit den Rüben laufen auch die Unkräuter mit auf. Damit steht die erste Unkrautbekämpfung an. Bei Beständen mit Frostschäden sollte die Behandlung einige Tage hinausgezögert werden. Werden Unkräuter ggf. durch eine Erstbehandlung nicht ausreichend bekämpft, sollte eine Zweitbehandlung entsprechend früher, bereits nach ca. 7 Tagen, erfolgen.
Beachten Sie immer die Anwendungsbestimmungen und Auflagen der jeweiligen Mittel.

Die nächste Durchsage folgt bis Mitte übernächster Woche.

Ansprechpartner

Thomas Karl
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