Schnuppertag an der Hauswirtschaftsschule am 11. November 2022
Neues Standbein Hauswirtschaft?

Junge Frau trägt Tasche mit Aufschrift "Hauswirtschaft" unterm Arm

© Fotodesign Katzer

Hauswirtschafterin für einen Tag: Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen-Würzburg bietet einen kostenlosen Schnuppertag am 11. November 2022 von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr an seiner Hauswirtschaftsschule an, um einen Einblick in die Fachschule und den Berufsalltag zu bekommen.

Die Ausbildung zur Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung beinhaltet viele Themengebiete wie Nähen, Backen oder Floristik. So wirkt die Arbeit in zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens. Fertig ausgebildete Fachkräfte können später beispielsweise in Betreuungseinrichtungen, Tagungshäusern oder Hotels, arbeiten und sind aufgrund ihrer vielseitigen Fähigkeiten äußerst gefragt.

Am Schnuppertag versuchen die Lehrerinnen in Würzburg über diese große Bandbreite einen kleinen Überblick zu verschaffen. So erhalten die Teilnehmer Einblicke in die Bereiche Kochen, Tisch- und Wohnkultur und gesunde Ernährung. Natürlich wird es dabei auch viele Möglichkeiten geben, Fragen zum Ablauf des Unterrichts und rund um den Schulbesuch zu stellen.
Der Schnuppertag und die ganze Ausbildung richten sich an junge Erwachsene, die noch einmal neu beruflich durchstarten oder einfach ihren eigenen Haushalt optimieren wollen, damit mehr Zeit für Familie oder Hobbys bleibt. Die Ausbildung dauert nur 1,5 Jahre und findet in Teilzeit statt. Junge Frauen und Männer, die sich für eine nachhaltige Haushaltsführung, regionale und gesunde Ernährung oder sinnvolle Finanzplanung begeistern, können sich für den Schnuppertag anmelden unter Telefon: 0931 801057-0 oder per Mail an

poststelle@aelf-kw.bayern.de

Schulstart für die Ausbildung ist am 7. März 2023
Der Beruf der Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung beinhaltet viele Themengebiete wie Nähen, Backen oder Floristik. So wirkt die Arbeit in zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens.

Ausbildung zur Alleskönnerin

Wer einen Haushalt professionell führen will, erhält in der Fachschule eine Grundausbildung in allen Bereichen der Hauswirtschaft, wie Ernährung, Kochpraxis, Haushaltsmanagement, Haus- und Textilpflege. Das nachhaltige, klimaverträgliche Handeln im Haushalt bestimmt den Lehrplan und die fachlichen Diskussionen im Unterricht. Das Lernen in einer Gruppe von hochmotivierten Erwachsenen macht Freude und schafft Zusammenhalt.
  • Mit begrenztem Budget den Haushalt optimal führen,
  • Mahlzeiten mit Hintergrundwissen abwechslungsreich planen und zubereiten,
  • alltägliche Arbeiten so rationell ausführen, dass noch Freizeit bleibt,
  • oder besondere Feste und Veranstaltungen kreativ mit dem nötigen Fachwissen managen,

das sind einige Kompetenzen, welche die Teilzeitschule Hauswirtschaft vermittelt. Neu sind die Wahlpflichtmodule, wie das Modul Unterstützung im Alltag, mit dem die Studierenden bei ihrer späteren Bewerbung bei mobilen Pflegediensten und anderen Pflegeeinrichtungen punkten können.

Die Nachfrage nach Rund-um-Betreuung von Familien, Kindern oder alten Menschen ist ebenso groß wie die nach qualifizierten Kräften in Hotels, Tagungshäusern und "Frischeküchen" von Kindertageseinrichtungen und Schulen.
Am Ende der Ausbildung kann, mit den entsprechenden Voraussetzungen, die Prüfung zur Hauswirtschafterin abgelegt werden. Besonders angesprochen sind Personen in der Familienphase oder Menschen, die einen Einstieg in eine hauswirtschaftliche Berufstätigkeit anstreben. Ungefähr 21 Monate lang werden jeweils am Dienstag und einmal pro Monat an einem halben Tag am Donnerstag Theorie und Praxis vermittelt. Die Schulferien sind vorwiegend unterrichtsfrei, damit der Unterricht mit Familie und Beruf vereinbar ist.
Was sagen unsere Studierenden?
An der Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung Würzburg beenden die Studierenden in den nächsten Wochen ihre Ausbildung. Wer sich für eine effiziente und gleichzeitig nachhaltige Haushaltsführung interessiert, kann sich ab sofort für das neue Semester bewerben. Neben praktischen Kenntnissen erlangt man so auch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
In der letzten Praxisphase der Ausbildung war es den Studierenden – darunter auch ein Mann – wichtig, ein vegetarisches und saisonales Menü zu kochen. So wurden im Unterricht unter anderem Aufstriche aus gelben Rüben, eine Kräuterbutter mit frischen Blüten oder ein Rhabarber-Dessert zubereitet. Viele der Studierenden haben schon erste Erfahrung in den Bereichen Küche und Haushalt, aber durch die anderthalbjährige Ausbildung zur Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung bekommt man noch einmal genauere Infos und lernt noch ein paar Tricks dazu.

Richtig im Beruf Fuß fassen: Andreja Böckelmann

Frau in Küche greift in Metallschüssel Zoombild vorhanden

© Simon Vornberger, AELF Kitzingen-Würzburg

Eigentlich wollte Andreja Böckelmann in der letzten Praxisstunde ihrer Ausbildung eine fleischfreie Leberwurst zubereiten, doch im Supermarkt konnte sie keine Hefe mehr auftreiben, die dafür notwendig gewesen wäre. Die gebürtige Brasilianerin arbeitet eigentlich ungelernt in einer Großküche an der Jugendbildungsstätte Unterfranken. Als ihr Arbeitgeber sie auf die Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung in Würzburg geschickt hat, war sie anfangs nicht begeistert. "Zuerst hatte ich noch mit Sprachproblemen zu kämpfen, aber jetzt macht es hier zusammen mit den anderen Studierenden richtig Spaß. Außerdem werde ich durch den Abschluss, den ich hier mache, in Zukunft besser bezahlt", freut sich die junge Frau.

Wissen über Ernährung: Petra Zillich

Frau steht vor langem EsstischZoombild vorhanden

© Simon Vornberger, AELF Kitzingen-Würzburg

Darum ging es auch Petra Zillich, die als PTA in einer Apotheke arbeitet. Vor allem das Thema Ernährung war ihr bei der Ausbildung wichtig. Sie wollte sich ergänzend zu ihrer Apothekenerfahrung noch einmal genauer mit dem Einfluss des Essens auf den Körper auseinandersetzen. "Die gleichzeitige Arbeit in der Apotheke und die Ausbildung an der Hauswirtschaftsschule waren schon stressig – vor allem während Corona – aber am Ende hat es doch alles gut geklappt", resümiert sie zufrieden.
Dass bei den Studierenden dieses Semesters am Ende die fleischfreie Leberwurst auf dem großen Buffet gefehlt hat, ist niemandem aufgefallen. Allen hat es wunderbar geschmeckt. Auch darum geht es bei der Ausbildung in der Hauswirtschaftsschule. Mit Versorgungsengpässen umgehen, die vorhandenen Ressourcen nutzen und manchmal eben auch improvisieren.

Ausbildung zur Alleskönnerin
Wer sich für die etwa 21-monatige Ausbildung "Ernährung und Haushaltsführung" interessiert, kann sich ab sofort unter poststelle@aelf-kw.bayern.de anmelden. Es geht um die Grundausbildung in allen Bereichen der Hauswirtschaft wie Ernährung, Kochpraxis und Textilpflege. Das effiziente und gleichzeitig nachhaltige Führen eines Haushalts bestimmt den Lehrplan. Mit Wahlpflichtmodulen können dabei auch eigene Schwerpunkte gesetzt werden. Die Ausbildung in Teilzeit beginnt am 7. März 2023.